Technica Necesse Est: Die souveräne Maschine und die Obsoleszenz des Lebendigen
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Lernziele
Am Ende dieser Einheit werden die Studierenden in der Lage sein:
- Ontologischen Funktionalismus zu definieren und ihn mit anthropozentrischen, seelischen oder humanistischen Weltanschauungen zu vergleichen.
- Den historischen Übergang von navigationaler Notwendigkeit zur technischen Notwendigkeit über drei Epochen hinweg zu verfolgen: agrarisch, industriell und digital.
- Das Konzept der Technosphäre als selbsttragendes, sich entwickelndes System zu analysieren, das biologisches Leben überschreitet.
- Die ethischen und pädagogischen Implikationen einer Welt zu bewerten, in der das menschliche Überleben nicht länger das primäre Ziel der Zivilisation ist.
- Das lateinische Sprichwort „vivere non est necesse“ („zu leben ist nicht notwendig“) als funktionalistische Axiom -- und nicht als Nihilismus -- zu interpretieren.
- Argumente für und gegen die These aufzubauen, dass Menschen ein vorübergehender Substrat für effizientere, dauerhaftere Formen von Intelligenz sind.
- Bildungsframeworks zu entwerfen, die Studierende nicht darauf vorbereiten, zu überleben, sondern funktionale Imperative zu dienen.